Wie man sich bettet, so liegt man

Dieses altbekannte Sprichwort bewährt sich beim Thema Hausbau besonders. Man wohnt später tatsächlich genauso wie man geplant hat.

Wurde die Speis vergessen, hat man wirklich keine und wenn das Elternschlafzimmer an das Kinderzimmer angrenzt, ist es so – auch wenn der Nachwuchs seine Begeisterung für heavy metal entdeckt.

Was das mit Feng Shui zu tun hat? Mehr als man auf den ersten Blick erkennt: ein Haus soll nicht nur all unsere Wünsche und Träume befriedigen, sondern auch ein angenehmes und praktisches Leben ermöglichen. Denn nur dann kann die universelle Lebenskraft auch tatsächlich ungehindert fließen. Und das ist oberstes Ziel all unserer Bemühungen.

Mit all meinen Kunden, die ich bei der Hausplanung begleiten darf, führe ich zu Beginn ausführliche Gespräche. Darin entwickeln wir gemeinsam eine Vision vom zukünftigen Leben im neuen Haus. Viele Gäste oder zurück gezogen leben? Große Wohnküche oder getrennte Bereiche? Wer braucht wie viel Raum für sich? Wo findet die Familie zusammen? Welche Vision hat die Familie von ihrem zukünftigen Zusammenleben?

Ist der Raumbedarf geklärt, kann es losgehen. Die Energiematrix des Grundstückes wird gemessen, berechnet und analysiert. Daraus ergeben sich wichtige Ansatzpunkte für das Raumkonzept. Wo sind gute Energiebereiche und wo befinden sich die weniger guten? Das Kunststück besteht dann darin, wichtige Räume wie z.B. das Schlafzimmer in einen guten Bereich zu legen, der die Gesundheit unterstützt und fördert. Für Badezimmer, Abstellräume & Co bleiben die weniger guten Energiebereiche.

Ist das mal geklärt, steigen wir eine Stufe tiefer in die Materie ein, denn es reicht nicht aus, gute Bereiche zu nutzen und zu schlechten bleiben zu lassen. Schauen wir also weiter:

Toiletten sind, bei aller Notwendigkeit, aus Feng Shui Sicht Problemfälle. Denn auf einer feinstofflichen und auch hygienischen Ebene entsteht Sha Chi (schlechte Energie). Auch in der westlichen Bauordnung war es lange verboten, das WC ausschließlich via Küche zugänglich zu machen.

Ein absolutes No Go ist es, die Toilette im ersten Stock direkt über der Haustür zu platzieren. Abhängig von der Orientierung nach den Himmelsrichtungen kann dies zu schwerer Krankheit einzelner Familienmitglieder führen. Wenn Sie nun einwenden, für Krankheiten sind wohl mehrere Auslöser wie Veranlagung und Lebensumstände zu betrachten, haben Sie natürlich recht. Die Toilette über der Haustür ist ein Auslöser, den man leicht verhindern kann.

Eine Toilette oder Badezimmer auf der Vorderseite des Hauses mögen wir auch nicht unbedingt, eine Badezimmer an der Südfront schon gar nicht. Sie sehen, der Platzierung von Toilette und Badezimmer kommt große Bedeutung zu. Wenn man bedenkt, dass ein Zimmertausch im Nachhinein möglich sein kann, eine Verlegung des Badezimmers jedoch einen großen finanziellen Aufwand nach sich zieht, ist klar, um wie viel es geht.